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05.02.2012, 16:29 Uhr

Linux XP

Jetzt habe ich es auch mal ausprobiert: Schon vor einiger Zeit habe ich davon gehört, dass sich Windows relativ problemlos unter Linux im Emulator betreiben läßt und heute habe ich es dann mal ausprobiert. Die Software heisst qemu ... Unter Gentoo ist es ist sehr zu empfehlen die neuste Version (>=0.6) zu benutzen und das USE-Flag softmmu zu aktivieren.

Im weiteren musste ich dann eigentlich nur eine grosse Datei, die die Partition simulieren soll, erzeugen. Das ging sehr einfach mit dd (dd if=/dev/null of=windows.img size=xxx) wobei man je nach Windows-Version mehr Platz braucht. Win98 reichen angeblich bereits um die 100 MB, XP will deutlich über 1 GB.

Mit "qemu -boot d -cdrom /dev/cdrom -hda windows.img" hat der Emulator dann problemlos von der Installations-CD gebootet und eine Festplatte C mit dem Inhalt von windows.img emuliert. Darauf lies sich Windwos dann problemlos installieren.


Nach der Installation kann man mit der -snapshot-Funktion verhindern, dass der Emulator weitere Veraenderungen vornimmt und man kann so bliebig testen (Viren, Webseiten, ...), ohne sein System zu riskieren. Eine "commit" Option erlaubt es dazu jederzeit gemachte Aenderungen doch in die Image-Datei zu schreiben.

Netzwerk funktioniert natuerlich auch: qemu simuliert einen DHCP-Server und routet Pakete weiter an die Netzwerkverbindung des Host-Rechners.

Das XP Professional ist zwar ziemlich langsam und traege: Ein Boot braucht etwa 3,5 Minuten und auch im Betrieb ist die Rektionszeit nicht gerade berauschend. Aber Win2K und 98 sollen performanter sein und da ich eigentlich nur ein Test-System haben will, werde ich irgendwann eine alte 98-Lizenz ausgraben und benutzen.



Leider hat es nicht geklappt eine andere XP-Installation von /dev/hda1 zu booten, die sich alleine via grub problemlos starten laesst. Nach dem Ausfuehren des grub-chainloader beschwert sich Windows, dass der NTLDR nicht gefunden wird.

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