Oftmals berichten mir meine Anwender von unerklärlichen Abstürzen, aber bei meine Analysen konnte ich diese in den meisten Fällen auf defekte Mainboards zurückführen. Insbesondere die Elektrolyt-Kondensatoren scheinen ein großes Problem zu sein. Ständig stoße ich auf geplatze Elkos oder sie haben zumindest eine ordentliche Beule oben drauf.

Im Internet wurde mir dann auf verschiedenen Seiten erklärt, dass insbesondere bei Last/Lastwechel ein solcher Kondensator zu unerklärbaren Abstürzen führen kann. Ursache ist wohl, dass die Mainboardhersteller besonders an dieser Stelle sparen und so ein Board meist trotzdem seine zwei, drei Jahre überlebt, bevor es zu derartigen Problemen kommt. Und bis der normale Anwender die Ursache erkennt vergeht locker noch ein Jahr und die meisten kaufen sich dann vermutlich auch einfach einen neuen Computer.
Ich werde diese Probleme mal über längeren Zeitraum beobachten, aber momentan ist es wohl das größte Problem, mit dem ich mich herumschlagen darf ...
Ist Windows jetzt also doch genausogut wie Linux? Nein, leider trotzdem nicht ;-). Insbesondere wenn es darum geht einen Computer zu konfigurieren oder Probleme zu debuggen. Man kommt meist einfach nicht ohne weiteres an die nötigen Details heran (bzw. nur sehr umständlich). Allein schon wenn man einem Windowsrechner beim booten zusieht: Es gibt (meines Wissens) keine einfache Möglichkeit sich anzeigen zu lassen, was ein startender Computer gerade macht.
Ebenso das automatisieren und überwachen von Vorgängen, Fernsteuerung/Fernwartung, das Update von Rechnern und Backups, ... sind je nach Infrastruktur und vorhandener Software für einen Linux-Admin ziemlich gewöhnungsbedürftig und umständlich. Aber was soll's ... darüber kann man monatelang diskutieren und behält doch Unrecht ...
