Sicherlich gibt es auch eine Linux-Live-CD, die sich komplett auf eine RAM-Disk läd und dann das CD-Laufwerk wieder freigibt, aber Knoppix macht das in der Default-Einstellung meiner Version nicht - zumindest nicht freiwillig (oder ich weiß nicht wie). Aber was passiert, wenn man dem Knoppix sein CD-Laufwerk einfach klaut und selbiges erneut am US-Bus anschließt? Linux selbst ist das erstmal Schnuppe: Ein neues CD-Laufwerk wird erkannt und kann benutzt werden. Nur Knoppix ist nicht so glücklich, dass es plötzlich einen I/O-Fehler beim Zugriff auf seine Programme bekommt.
Und jetzt kommt das in der Überschrift angesprochene Cache ins Spiel: Startet man alle Programme einmal, die man später man benutzen möchte, bevor man dem Knoppix seine CD-ROM klaut, so werden sie automatisch zwischengespeichert, so dass sie später nicht erneut von CD geladen werden müssen. In meinem Fall war das k3b (welches natürlich intern viele andere Programme laden musste) und dort einfach soweit durchklicken, bis sich k3b beschwert, dass es jetzt grad nicht brennen kann (klar, im gelockten Laufwerk liegt ja auch noch die Knoppix-Boot-CD).
Danach k3b beenden, CD-Laufwerk (was natürlich zugleich der DVD-Brenner ist) abklemmen, Knoppix-CD entfernen, neu anschließen, k3b wieder starten, zu brennende Dateien wieder zusammenklicken, Brennvorgang starten, warten, fertig.
Nach so einer Aktion sollte (muss) man neustarten (dem Knoppix geht es danach nicht mehr sonderlich gut), aber gebrannt ist gebrannt und wenn es _so_ einfach geht, dann spare ich mir die Arbeit statische Binaries von growisofs, cdrecord, etc. pp zu erzeugen und es irgendwie aus dem Host-System heraus zu versuchen ...
Leider klappt immer nur ein Brennvorgang - ich vermute mal, dass die Dateien aus dem Cache dann einfach zu alt sind und zur Sicherheit neu geladen werden. Seine CD findet Knoppix am bisherigen Mountpoint allerdings nicht mehr und so muss man die ganze Prozedur für jede DVD erneut durchführen. Aber was soll ;-)
