Ich kann eigentlich gar nicht genau beschreiben, was hier momentan schief läuft. Vermutlich würde mich das Wissen um die Ursachen der Lösung des Problems um einiges näher bringen. Aber ich bin entweder zu blöd oder das System sieht derartige Auskünfte einfach nicht vor. Wie auch immer, die meisten werden bereits erraten haben was ich hier gerade versuche zu vollbringen: Ich möchte Windows installieren und bekomme statt dessen nur Bluescreens ...
Eigentlich ging es nur um eine defekte Festplatte. Mal wieder eine IBM IC35... tja, soll vorkommen. Pech gehabt. War ja zum Glück nicht meine private Platte. Daten ließen sich noch gerade so retten und neue Platte lag schon bereit. Soweit so gut.
Heute Nachmittag ging dann eine freudige Install-Session los. Sogar die Treiber lagen auf einem Netzwerk-Share bereit und ich konnte mir die Suche nach den passenden Disketten und CDs sparen. Es lief einfach wunderbar.
Bis - und ich habe sogar einen Verdacht was ich falsch gemacht habe - ich mit der Installation von Office 2003 begann und parallel ein Microsoftupdate machte. Falsch war vermutlich das "parallel", denn nach einem der obligatorischen und ständig geforderten Reboots machte es - im übertragenen Sinne - Peng und ein Bluescreen ward geboren. Irgendwo zwischen SP4, Office-Installation und Start des Microsoftupdates hieß es plötzlich "UNEXPECTED_KERNEL_MODE_TRAP".
Wow. Laut Microsoft-Homepage handele es sich bei diesem Fehler vermutlich um einen Hardwareschaden, eventuell ist es aber auch ein Softwareproblem. Ach neeee. Das es nicht am neben dem PC stehenden Aktenordner liegt war mir auch ohne diese doch sehr allgemein gehaltene Ursachenbeschreibung klar.
Was tun? Abgesicherter Modus - Logfiles anschauen. Wie üblich eine Sammlung von Fehlern ohne größere Aussagekraft: Einige Dienste konnten nicht gestartet werden. Die meisten, weil andere Dienste nicht gestartet wurden. Deinstallation von Software war nur bedingt möglich: Der Windows Installer-Dienst lief nicht und lies sich auch nicht starten.
Was soll's, dachte ich. Hat Windows doch eine so schöne Reparatur-Funktion, dann muss man die auch ab und zu benutzen. Gesagt, getan. Nach etwa einer halben Stunde lief das Windows wieder und versuchte auch fleißig die durch die Reparatur zerstörgen Programme wieder zu konfigurieren. Das scheiterte zunächst am fehlenden SP4, aber auch das war schnell wieder installiert.
Der PC war also wirklich wieder in einem sauber definierten Zustand. Mal davon abgesehen, dass man das weiterhin installierte Office weder starten noch deinstallieren konnte, aber das wird ja hoffentlich nicht so schlimm sein.
Nun ja, langer Rede kurzer Sinn. Nachdem mir das Windowsupdate wieder den Windows Installer 3.1 auf die Platte geschraubt hatte, hatte ich auch meinen geliebten STOP-Fehler wieder und war wieder dort, wo ich knapp eine Stunde vorher auch schon war. Im Nirvana zwischen "ich habe keine Ahnung was das überhaupt soll" und "Warum kann Windows nicht klar und deutlich sagen, welches Problem es hat".
Auch wenn ich es überhaupt nicht mag aufzugeben, geht mir dieses Chaos inzwischen schon ziemlich auf die Nerven. Ein Blick zur Uhr verrät mir, dass es heute eine recht kurze Nacht werden wird, aber eine komplette Neuinstallation verspricht momentan zumindest den größten Erfolg. Nur halt schön sequenziell und nichts überstürzen ...
