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05.02.2012, 16:09 Uhr

Brummschleifen - die modernen gordischen Knoten

Wer schon mal seinen PC zwecks optimiertem Audiogenuss an seine Stereoanlage anschließen wollte kennt sie vielleicht: Die Brummschleife. Ein gordischer Knoten ist nichts dagegen, wenn man versucht jene Schleife zu lösen, welche diesen kontinuierlichen, dumpfen und äußerst störenden Ton verursacht. Aber der Erfolg verspricht in beiden Fällen die Herrschaft über Asien, wo immerhin meine Stereoanlage und vermutlich auch 90 % meines PCs herkommen.

Liest man sich den Wikipedia-Artikel[1] zum Thema Brummschleifen durch, so bekommt man viele technische Erklärungen und Tipps, aber so wirklich verstanden habe ich kaum eine der Lösungen und praktisch umsetzen konnte/wollte ich sie schon gleich zweimal nicht. Beispielsweise der Satz "In Antennenleitungen - sie sind oft die Ursache der Brummschleife - kann ein Mantelstromfilter eingefügt werden." hilft mir erstmal (ohne den Artikel über Mantelstromfilter - welche etwa 20 EUR kosten - gelesen zu haben) überhaupt nicht weiter.

Trotzdem war das Stichwort "Antennenleitungen" die Lösung in meinem Fall. Nachdem ich nämlich sowohl die Audioverbindung zum Fernseher (der natürlich an eine Antennenleitung angeschlossen ist) als auch das Antennenkabel für den Radioempfang über's Kabelnetz entfernt hatte, war auch meine Brummschleife verschwunden.

Alexander der Große hätte es kaum besser machen können und allen mit einem ähnlichen Problem kann ich also nur empfehlen so viele Kabel wie möglich vorübergehend sowohl von der Stereoanlage wie auch vom PC zu entfernen. Ich hätte es mir ja eigentlich vorher schon fast denken können, denn abhängig davon welchen Aufzeichnungen man folgt, hat Alexander auch nur einen Pflock herausgezogen, mit dem der Jochriemen am Wagen Königs Gordios befestigt war ...

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Brummschleife
Brummschleifen - die modernen gordischen Knoten | 2 Kommentar(e) | Neuen Account anlegen
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Brummschleifen - die modernen gordischen Knoten
Autor: Anonymous am 28.08.2006, 02:59 Uhr

Antennenleitungen sind häufig die Verursacher für Brummschleifen im privaten Umfeld. Mußte so etwas auch einmal mit einem Mantelstromfilter beheben. Das wahrscheinlich vorhandene Cinch-Kabel zum TV hin hätte man aber auch bearbeiten können.

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Brummschleifen - die modernen gordischen Knoten
Autor: Anonymous am 08.01.2007, 15:29 Uhr

Mehr durch Zufall habe ich bemerkt, dass es mitunter eine Art Kompensation des Brummtons gibt, vor allem auch seiner Oberwellen (die sich mehr durch eine Art Sirren als durch echtes Brummen störend bemerkbar machen), wenn der Line-Ausgang des PC mit dem Eingang einer HiFi-Anlage der Schutzklasse II (die also nicht mit einem Schuko-Stecker, sondern mit dem zweipoligen "Euro"-Netzflachstecker ausgerüstet ist) verbunden ist.
Die Lösung: Wenn es gelingt, an einem dazwischen geschalteten Audio-Mischpult, das aus einer Batterie gespeist wird, zwei Tonquellen anzuschließen, wovon die eine der PC-Soundausgang ist, die andere z.B. der Ausgang einer - allerdings ausgeschalteten - am Netz angeschlossenen weiteren HiFi-Komponente, dann kann, wenn man Glück hat, es im Reglerbereich des Mischpults zueinander passende Regler-Stellungspaare geben, bei denen der von der sogenannten Brummschleife des PC-Anschlusses herrührende Brumm einschließlich seiner Oberwellen (!) nahezu zum Verschwinden gebracht werden kann. Kochrezept für diese Art von Brumm-Kompensation:
1. Versuche eine für den PC-Sound passende Reglerstellung auf dem Mischpult, aber nicht zu nahe am Endannschlag, zu finden.
2. Schalte den PC aus, bis nur noch das Brummen zu hören ist. Drehe dazu notfalls deine Stereoanage noch etwas weiter auf.
3. Versuche jetzt, ob vielleicht mi dem Regler der anderen Soundquelle, die aber auch ausgeschaltet ist, das Brummen an einer Stelle minimal wird.

Ich kann nicht dafür garantieren, dass das immer so funktioniert, aber weitere Versuche in dieser Richtung könnten sich als lohnend herausstellen, insbesondere dann, wenn man ohnehin ein Mischpult an dieser Stelle eingesetzt hat. Der physikalische Grund bleibt einstweilen im Dunkeln, aber es könnte ja sein, dass die elektronischen Eingänge des Mischpults hier unterschiedlich beschaltet sind, so dass z.B. der eine Eingang am Plus-Eingang einers Operationsverstärkers liegt, der andere aber am Minus-
Eingang.

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