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23.02.2012, 02:06 Uhr

Ist Sophie la Girafe gifitg?

Bei mir steht seit neustem eine niedliche Giraffe aus Naturkautschuk auf dem Schreibtisch. Sie ist mit Lebensmittelfarbe bemalt und laut Hersteller für Babys geeignet, nein, sie fördert sogar die Entwicklung des Kindes.

Sie steht auf meinem Schreibtisch seit Ökotest schrieb, dass sich aus ihr "im Labor erhebliche Mengen nitrosierbarer Stoffe" gelöst hätten, die "im Körper krebserregende Nitrosamine bilden [können]". Auch krebsverdächtiges Naphtalin hätte man gefunden. In der ersten Version des Artikels hieß es noch, dass sie in Deutschland nicht verkehrsfähig sei. Das darf inzwischen nicht mehr behauptet werden, vielleicht ist es auch nicht wahr - wer weiß?

Hat Ökotest hier einem Spielzeughersteller grundlos einen erheblichen Imageschaden verpasst oder hat bei diesem tatsächlich die Qualitätskontrolle versagt? Reizt ein Spielzeughersteller hier Grenzwerte aus - überschreitet sie wohlmöglich - oder ist Ökotest nur überkritisch mit seiner Bewertung der Ergebnisse?


Ökotest klärt dies momentan gerichtlich (siehe News [1]) und der fragliche Artikel ist momentan offline. Ökotest dürfte groß und erfahren genug sein, um damit umgehen zu können.

Tragisch ist nur, dass auch kleine Aggregator-Portale, z. B. das CleanKids Magazin[2], unter den Auswirkungen der Auseinandersetzung leiden müssen. Es ist sehr Aufwändig den Überblick über alle Warnmeldungen und Ergebnisse (RAPEX, Ökotest, test, Lebensmittelwarnung.de, u.v.m.) zu behalten und nur über solche Portale lässt sich die tägliche Flut an Meldungen sinnvoll bewältigen. Die Abmahnung ist bei CleanKids schon eingetroffen - zum Glück aber scheint Ökotest in diesem Fall seine schützende Hand über CleanKids aufzuhalten. Kompliment!


Und ob die Giraffe jemals wieder den Weg in unser Kinderzimmer finden wird ist fraglich. Wir haben uns von der tollen Beschreibung auf der Verpackung blenden lassen - aber eigentlich wollen wir gar nicht, dass unsere Kinder auf Gummi rumkauen. Und sei es noch so gesund.


[1] http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?...0;bernr=07
[2] http://www.cleankids.de/

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Ist Sophie la Girafe gifitg?
Autor: Anonymous am 18.01.2012, 15:58 Uhr

Gericht hebt einstweilige Verfügung auf
Sophie la Girafe: nicht verkehrsfähig

Das darf ÖKO-TEST wieder sagen, nachdem das Landgericht Berlin eine zuvor von ihm selbst erlassene einstweilige Verfügung wieder aufgehoben hat.

ÖKO-TEST hatte in seiner November-Ausgabe berichtet, dass sich aus der untersuchten Kultgiraffe, die gern als Ersatz für Schnuller oder Beißringe verwendet wird, weit mehr nitrosierbare Amine herauslösen als gesetzlich zulässig. Sie hätte somit gar nicht verkauft werden dürfen. Nitrosierbare Amine sind besonders gefährlich, weil sie sich in krebserregende Nitrosamine umwandeln können. Auch die französische Verbraucherzeitschrift Que Choisir hatte in einem Test Werte weit über dem in Deutschland geltenden Grenzwert gefunden. Wer Sophie schon gekauft hat, so daher unser Rat, sollte ihr "au revoir" sagen, das Tier ins Geschäft zurückbringen & und das Geld zurückverlangen

Quelle: http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?...rnr=07;co=
Editiert am 18.01.2012, 15:59 Uhr von chris