Eigentlich kennt man diesen Brauch bei den Schwaben ja nicht und so mancher Anwohner hat uns recht verwundert hinterher geschaut. Aber trotzdem finden sich hier einmal im Jahr genügend "Norddeutsche" und weltoffene Einheimische zusammen, um eine "Kohltour" zu veranstalten. So geschehen auch letzten Samstag, als wir uns bei bestem Winterwetter mit einer Gruppe von 20 Personen, einem Bollerwagen und einem anständigen Vorrat an Getränken auf den Weg machten ...
Traditionell verläuft unsere Route von Wurmlingen nach Hirschau und endet dort nach etwa 5-6 Stunden mit einem Grünkohlessen. Unterwegs unterhalten wir uns mit verschiedenen Spielen, wie z. B. Teebeutel-Weitwurf, Gruppen-Ski-Fahren und vielem mehr.
An jeder Kreuzung, so will es der Brauch, muss man dem Kreuzungsgott huldigen und einen auf ihn trinken. Daher ist es auch Pflicht, dass jeder Teilnehmer an einem Band eine große Tasse und ein Schnappsglas mit sich führt. Abgesehen von warmer Kleidung war das auch schon alles, was die Teilnehmer zu tun hatten. Der Rest wurde wie üblich von ein paar Wenigen organisiert (vielen Dank an Martin und Andy!).
Aber apropos Schnappsglas: Jan und ich waren uns einig, dass es eigentlich Pinnchen heißen muss. "Stamper" behaupteten einige andere, aber nun gut. Mit dem Schnappsglas konnten wir uns alle anfreunden (Hey, jetzt nicht falsch verstehen ;-).
Zwischendruch hatten wir jede Menge Gäste (Passanten, die meist gerne ein, zwei Gläschen mittranken :-). Ob unsere Vorräte an Saurer Apfel, XuXu(?), Schokotraum, Korn, etc. alle aufgebraucht wurden weiß ich gar nicht. Aber viel war am Ende sicherlich nicht mehr übrig. Uns allen hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr ...
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